24. Februar 2011
Denial-of-Service möglich mit BIND 9.7 - CERT.at ersucht um Beachtung der folgenden Meldung.
Beschreibung
Wie das
Internet Software Consortium (ISC)
bekannt
gegeben hat, existiert in der verbreiteten Nameserver-Software BIND ein
Problem, das für Denial-of-Service (DoS) Attacken ausgenützt werden
kann.
Konkret besteht nach dem erfolgreichen Abarbeiten von IXFR-Anfragen bzw.
dynamischen Updates ein kurzes Zeitfenster in dem ein Deadlock ausgelöst
werden kann, wodurch BIND dann bis zu einem Neustart keine Anfragen mehr
beantwortet.
Auswirkungen
Da DNS für die Auflösung von Namen in IP-Adressen zuständig ist,
ist ein Nicht-Funktionieren dieses Dienstes für Endbenutzer oft von
einem Nicht-Funktionieren des Internets an sich oder anderen Problemen nicht
zu unterscheiden.
Wir erwarten, dass entsprechende Schadsoftware bzw. Proof-of-Concept - Exploits
bald in Umlauf gebracht werden.
Betroffene Systeme
Laut ISC sind folgende Versionen betroffen:
Versionen 9.4.x, 9.6.x und 9.8.x sind nicht von diesem Problem betroffen.
Abhilfe
Upgrade auf die zur Verfügung gestellte Version 9.7.3 oder eine der
nicht betroffenen Versionen (siehe
http://www.isc.org/software/bind/advisories/cve-2011-0414).
Sollte ein Upgrade nicht oder nicht zeitnahn möglich sein, kann auch
temporär nur ein einzelner Thread (Option -n 1) benutzt werden,
dies kann allerdings die Performance beeinträchtigen.
Hinweis
Generell empfiehlt CERT.at, wo möglich die "automatisches Update"-Features
von Software zu nutzen, parallel Firewall-Software aktiv und den Virenschutz
aktuell zu halten.
Informationsquelle(n):Meldung des ISC (englisch)http://www.isc.org/software/bind/advisories/cve-2011-0414